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Den Auftakt des diesjährigen Schüleraustausches zwischen dem Collège Henri Martineau und der Stefan-Zweig-Realschule machten zwischen dem 27. Januar und 04. Februar 2016 die französischen Schüler in Begleitung ihrer zwei Lehrer Eric Lefer & Eric Bonneau.

Nach einer zehnstündigen Zugfahrt wurde die Gruppe aus dem westfranzösischen Partnerort am Bahnhof im elsässischen Séléstat von den deutschen Schülern mit ihren Eltern herzlich in Empfang genommen.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens, sowohl der teilnehmenden Schüler als auch der Schule in Endingen. In der Früh wurden alle offiziell vom stellvertretenden Konrektor Herrn Moreau auf Französisch begrüßt. Anschließend gab es ein Kennenlernspiel, Stundenpläne und die Aufteilung der französischen Schüler in die Klassen. Später nahmen diese teilweise am Unterricht der Klassen 7, 8 und 9 teil.

Am Freitag, den 29.Januar unternahm die gesamte Austauschgruppe einen Ausflug in den Schwarzwald. Mit dem Bus fuhr man zuerst zum Feldberg, um dort bei genügend Schnee, aber auch sichtnehmendem Nebel, eine geführte Schneeschuhwanderung zu unternehmen. Die Großgruppe wurde nach einer kurzen Einweisung in zwei kleinere geteilt und für zirka zweieinhalb Stunden von zwei ausgebildeten Bergführern auf verschiedenen Rundwegen geführt. Nach einer Vesperpause besuchten meist französische Schüler das „Haus der Natur“, wo man vielfältige Informationen über Fauna, Flora und die Region sehr anschaulich erfahren konnte.

Anschließend setzte die Gruppe ihren Ausflug zum Titisee fort, wo die Teilnehmer selbstständig Souvenirs bestaunen aber auch erwerben konnten.

Das Wochenende verbrachten die französischen Gäste vor allem in ihren Gastfamilien, die ganz unterschiedliche Programmpunkte anboten. Eine besondere Attraktion für die Gäste waren die Fasnachtsumzüge in der Region.

Am Montag, den 01. Februar war die französische Delegation nach dem vierstündigen Unterrichtsbesuch beim Endinger Bürgermeister Herrn Hans-Joachim Schwarz eingeladen. Nach einer französischen Rede des Stadtoberhauptes und einem kleinen Stehimbiss im Rathaus besichtigte die Gruppe am Nachmittag ein paar interessante Sehenswürdigkeiten in Freiburg.

Am Dienstag, den 02.02. stand die gemeinsame Arbeit am Projekt: „Vorurteile zwischen Deutschen und Franzosen“ auf der Tagesordnung. In gemischten Kleingruppen konnten die Jugendlichen ihre Vorstellungen mit Hilfe von PCs gestalten und präsentieren. In einer Abschlussrunde stellten viele französische Schüler offen dar, dass ihre „mitgebrachten“ Vorurteile in den Gastfamilien kaum bestätigt wurden.

Am Mittwoch, den 03.Februar wurde die Großgruppe um 7.15 Uhr mit einem Bus nach Straßburg gebracht. Dort besuchte man gemeinsam das Europa-Parlament. Nach einer theoretischen Einweisung hatten die Schüler und ihre begleitenden Lehrer auch die Möglichkeit einen Blick in den Plenarsaal zu werfen, wo es gerade eine aktuelle Debatte gab. Anschließend konnten die Jugendlichen in der Mittagspause selbstständig die Altstadt erkunden. Als Weiteres besichtigte man gemeinsam das Straßburger Münster. Am längsten blieb man fasziniert vor der astronomischen Uhr, bei der eine einheimische Elsässerin einiges Interessantes zu berichten hatte.

Während die Straßen der Stadt von einem feuchtkalten Wind leergefegt waren, lud man anschließend die ganze Gruppe zu einer heißen Schokolade in einem gemütlichen Café ein. Dabei konnte man beobachten, wie sich viele interessiert unterhielten und die Scheu des ersten Sehens verloren hatten.

Donnerstag brachte wohl die meisten Gefühle der Gastschüler aber auch die einiger der deutschen Schüler zum Vorschein. Am letzten Schultag vor den Fasnachtsferien gab es zum einen eine Party in der zweiten Pause, bei der auch viele französische Jugendliche das Tanzbein schwangen. Außerdem war es bereits der Abschlusstag des Austausches.

In der vierten Schulstunde gab es eine Fotopräsentation mit Impressionen der vorangegangenen Tage. Nach einem kleinen Fasnetsbuffet bedankten sich ein paar französische Schülerinnen und Schüler auf Deutsch bei ihren Austauschschülern und den zwei Lehrern der Stefan-Zweig-Realschule, Frau Zimmermann und Herrn Kirst, welche den Aufenthalt geplant und durchgeführt hatten.

In einer Feedbackrunde stellten viele der Teilnehmer des Austausches dar, dass ihnen die vergangenen neun Tage sehr gefallen hätten. Besonders die Gastfreundschaft und die Kochkünste lobten die französischen Schüler. Für die französischen Begleiter sei die Zeit viel zu kurz gewesen. Und: Man würde am Programm auch nichts geändert haben wollen.

Abschiedstränen bei französischen aber auch deutschen Schülern zeigten eindrücklich, dass der erfolgreiche Austausch einige Freundschaften angebahnt hat. Hüben wie drüben freut man sich bereits auf den Gegenbesuch in Coulonges im Frühsommer dieses Jahres.