Powerpoint-Präsentation_Endinger in Coulonges

Am Donnerstag, den 2.Juni trafen sich 18 Stefan-Zweig-Realschülerinnen und –schüler mit ihren zwei Begleitern Frau Zimmermann und Herrn Kirst um 8.00 Uhr am Riegeler DB-Bahnhof. Von dort fuhr die Gruppe über Offenburg, wechselte in Straßburg in einen TGV, der sie in zweieinhalb Stunden nach Paris Gare de l’Est brachte.

Mit der Pariser Metro kamen die Schüler recht zügig zum Gare de Montparnasse. Bedingt durch den Streik der Bahnbeamten des SNCF verspätete sich allerdings die Abfahrt um fast eine Stunde. In einem ziemlich überfüllten TGV ging die Reise weiter nach Poitiers. Im Zug war es sehr beengt und die meisten Fahrgäste mussten stehen oder auf dem Boden sitzen. In Poitiers wäre nach Fahrplan der Anschlussbus abgefahren gewesen. Der französische Lehrer Monsieur Martin sorgte freundlicherweise dafür, dass der Bus auf die Austauschgruppe wartete. So erreichten die Endinger nach knapp 11 Stunden Reisezeit Niort, wo sie sehr herzlich von ihren Austauschpartnern und deren Eltern empfangen wurden. Die Freude des Wiedersehens war bei allen riesig. Anschließend fuhr man in die verschiedenen Orte der Gastfamilien.

 

Am Freitag begann der Tag für die Austauschgruppe in der neu renovierten Henri-Martineau-Schule morgens um 8.30 Uhr in Coulonges. Die Schülerinnen und Schüler treffen sich am sogenannten Collège gewöhnlich am Morgen immer auf vorgezeichnete Felder (mit Klassenbezeichnung) des Pausenhofes. Monsieur Lefer zeigte zuerst das Schulgebäude mit den Klassenräumen und den Aufenthaltsraum. In der Folgestunde wurden die deutschen Schüler den französischen Klassen zugeteilt. Anschließend gingen die ersten Stefan-Zweig-Schüler in den 55-minütigen Unterricht der verschiedenen Klassen, deren Räume sehr zeitgemäß eingerichtet sind.

In der Mittagspause trafen sich alle zum gemeinsamen Mittagessen in der Kantine.

Am späten Nachmittag wurde die gesamte Gruppe offiziell vom Bürgermeister Herrn Jean-Philippe Guerit und seiner Stellvertreterin bei Keks und Apfelsaft in einem stilvollen Saal des Renaissance-Schlosses empfangen.

Im Anschluss gingen alle Schüler ins Wochenende. Die Gastfamilien unternahmen verschiedene Angebote für ihre Gäste. Die meisten Schüler hatten eine schöne Zeit.

 

Am Montag, den 6. Juni fuhren die Austauschschüler kurz nach Unterrichtsbeginn mit einem Bus auf die Île de Ré. Um auf die Insel zu gelangen, musste man über eine 3 Km lange Brücke fahren. Monsieur Lefer lud alle Schüler zu einem Quiz zur Insel ein. Zuerst hielt der Bus in der Stadt Saint Martin de Ré, wo die Gruppe eine Markthalle besichtigte. Anschließend gab es ein bisschen Zeit, die Kleinstadt selbstständig in Gruppen zu besichtigen. Die Gewinner des Quiz mit zehn Fragen erhielten ein köstliches Eis.

Danach ging die Fahrt an einen schönen Strand, wo die Gruppe picknickte und das schöne Wetter und kühlende Meer genoss. Herrlich war auch die Aussicht auf den Atlantik.

Anschließend bestieg man in kleineren Gruppen einen alten Leuchtturm. Dort oben staunten nicht wenige über den atemberaubenden Ausblick aufs Meer und fast die ganze Insel.

Zum Abschluss fuhr die Gruppe zu einem Salzgarten, wo sie eine interessante Führung zur Ernte des Meersalzes erhielt. Aufgrund des ungewohnt sonnigen Wetters hatten einzelne Schüler eine gerötete Haut. Anschließend fuhr man wieder zurück nach Coulonges.

 

Am Dienstag, den 7. Juni war wieder ein regulärer Schultag. In der ersten Stunde konnte man den Unterricht besuchen. In den folgenden zwei Unterrichtsstunden wurde in gemischten Kleingruppen am Projekt „Vorurteile zwischen Deutschen und Franzosen“ weiter gearbeitet. Als Fazit stellten alle fest, dass vieles , was einige unwissentlich vermuteten, in der Realität gar nicht stimmt. Danach besuchten die meisten Schüler bis 17.00 Uhr wieder den Unterricht.

 

Am Mittwoch trafen sich alle Schüler wie gewohnt um 8:25 Uhr auf dem Schulhof. Als es klingelte, gingen einige in den Unterricht ihrer zugeteilten Klassen. Die restlichen Schüler kamen mit den begleitenden Lehrern in den Aufenthaltsraum, wo sie sich ihren Aufgaben, wie zum Beispiel dem Schreiben der Tagesberichte, widmeten. Nach einer knappen Stunde machten sich alle deutschen Schüler, ihre Begleitlehrer und Herr Lefer mit dem Bus auf den Weg zu einer nahen Ziegenfarm. Nach einer 15-minütigen Busfahrt durfte sich die Gruppe zuerst den Stall anschauen. Es gab auch ein sehr junges Zicklein, das man in den Arm nehmen durfte. Danach gingen einige interessierte Schüler in die Molkerei. Monsieur Albert, der Landwirt, beschrieb, wie die Ziegenmilch verarbeitet wird. Er zeigte auch zwei junge Ferkel auf seinem Hof. Danach probierte man verschiedene Sorten des köstlichen Käses. Man konnte auch für Donnerstag selbst gemachten Käse bestellen, um ihn mit nach Hause zu nehmen. Danach fuhren die Endinger wieder zur Schule. Nach einer Unterrichtsstunde in verschiedenen Klassen, bzw. im Aufenthaltsraum wurde die deutsche Gruppe von Herrn Lefer und den französischen Schülern bei Süßigkeiten und Fruchtsaft schon verabschiedet. Zuvor gab es noch eine kleine Bilderschau von den gemeinsam gemachten Aktivitäten. Ferner hatten die Schüler auch die Möglichkeit, zum Austausch ihre positiven Eindrücke festzuhalten.

Der Nachmittag war für die Schüler, die sonst an anderen Tagen immer bis 17.00 Uhr Schulzeit haben, zur freien Gestaltung.

 

Am Donnerstag, den 09.06. begann der letzte Tag des Austauschprogramms. Um 8.30 Uhr fuhren alle Schüler mit ihren Austauschpartnern im Bus zum „Futoroscope“ nach Poitiers. Während der einstündigen Busfahrt bildeten sich bereits sprachlich gemischte Gruppen, in denen man den Park gemeinsam besichtigen durfte. Dort gab es verschiedene 4D-Kinos und andere Fahrgeschäfte. Eines der rasantesten Fahrgeschäfte hieß: “Danse avec les Robots“. Um 16:30 Uhr traf sich die Gruppe wieder am Ausgang und ging zurück zum Bus, der sie wieder nach Coulonges brachte. Am Abend packte dann wohl jeder seinen Koffer und ging schnell schlafen, da am nächsten Tag die lange Rückfahrt auf dem Programm stand.

 

Am Freitagmorgen trafen sich die Gasteltern, ihre Kinder und die deutschen Austauschpartner am Bahnhof Niort. Nach einer herzlichen Verabschiedung fuhr der Zug mit einer kleinen Verspätung los. Zurück blieben einige Tränen des Abschieds und die Ungewissheit des Wiedersehens. In Poitiers wurde der TGV gewechselt, der die Endinger aufgrund von Hochwasserschäden mit etwas mehr als einer Stunde Verspätung direkt nach Straßburg brachte. Dort gab es nur fünf Minuten zum Umsteigen, was die geübte Reisegruppe trotz schwerem Gepäcks auch gut schaffte.

In Séléstat warteten bereits Familien und Freunde und empfingen die Heimkehrer teilweise mit bunten Blumensträußen.

Die meisten Teilnehmer waren nach der langen Reise recht müde, doch der Austausch war, wie auch der Antrittsbesuch der Franzosen im Januar, ein voller Erfolg, mit viel Austauschmöglichkeiten und einem bunten und kurzweiligen Besuchsprogramm. Vielen Dank an all jene, die dazu beigetragen haben!