Am vergangenen Freitag wurde die Stadthalle Endingen zur einzigartigen Talenteshow der Abschlussklassen der Stefan-Zweig-Realschule. Die Dekoration war passend zum Motto „Die Super Talente 2017“ gewählt und die Eltern, Geschwister sowie Lehrer kamen sozusagen als Fans zur kurzweiligen „Party“. Konrektor Michael Reichenbach begrüßte die zahlreichen Gäste und führte in den Abend ein. In seiner Eröffnungsrede verdeutlichte Bürgermeister Hans-Joachim Schwarz wie wichtig es ist, sich seiner Fähigkeiten bewusst zu sein und ermutigte die Schüler, diese auch einzusetzen. Schulleiter Uwe Lipp betonte, dass Talente durch eine gute Schulausbildung gefördert werden und einen soliden Grundstein für eine erfolgreiche Berufsausbildung darstellen. Als Leitgedanken für den weiteren Lebensweg zitierte Lipp die Aufforderung von Stefan Zweig, „sein Individuum zu pflegen und dadurch die eigene Unabhängigkeit in der Welt zu bewahren“.
Umrahmt wurde die stimmungsvolle Abschlussfeier von Auftritten der Schulband und dem Schulchor unter der Leitung von Wolfgang Rogge sowie dem Schulorchester unter der Leitung von Florian Zink. Die Lieder waren sorgsam ausgewählt und verbanden die Inhalte der Wortbeiträge zu einem gelungenen Abend. „Es fällt mir nicht leicht, euch gehen zu lassen“, bemerkte Musiklehrer Wolfgang Rogge und dankte jedem seiner Chormitglieder mit einer Rose, passend zum emotional vorgetragenen Abschlusslied „The Rose“, bei dem es so einige feuchte Augen gab.
Die drei Klassenlehrer Rita Wagner, Andreas Moreau und Edgar Wagner nahmen das Motto zum Anlass, die vergangenen Schuljahre für ihre Klassen zu beleuchten: „Es gab Zeiten, da wart ihr super sozial, super gut drauf, aber auch manchmal super laut oder super vergesslich“, bilanzierten die Lehrer. Doch mit zunehmender Reife haben sie ihre Talente entdeckt und haben damit nun ein super Ergebnis erzielt. Viele der Absolventen waren in den letzten beiden Schuljahren in großen Projekten aktiv: Beim Musical „Nai hämmer gsait“ oder im großen Schulchor konnten sie ihre schauspielerischen oder musikalischen Talente voll einbringen und beim Wettbewerb um den Deutschen Klimapreis ihre sozialen und sprachlichen Fähigkeiten. Die Moderatorinnen Laura Pupovci und Theresa König nutzten die Chance, und fragten die anwesenden Lehrer der Schule nach ihren Talenten, was die Eltern und Schüler interessiert verfolgten.
Die Mitarbeit in Arbeitsgemeinschaften, der Schülermitverantwortung (SMV) und in sozialen Projekten soll zukünftig bei der Abschlussfeier besonders hervorgehoben und belohnt werden. Für ihren Einsatz in der Streitschlichter-AG, der Theater-AG sowie der Schülerbücherei-AG bedankten sich Elke Kuhn, Mariella Kiss-Mayer, Willi Kopfmann und Astrid Notter bei den Schülern mit Urkunden und selbst gefalteten „Bücherschweinchen“. Für besonders herausragendes Engagement stiftete der Förderverein der Stefan-Zweig-Realschule einen Sozialpreis. Diese Auszeichnung wurde von Fördervereinsmitglied Frau Müller und der Vertrauenslehrerein Frau Beuttler unter großem Applaus an Johanna Wachsmuth, Luise Schwörer, Hannes Roßwog und Julia Sexauer vergeben. Die Schülersprecher Marco Mengoli und Johanna Wachsmuth betonten in ihrer Ansprache die Bedeutung, in der SMV aktiv an der Gestaltung des Schullebens mitwirken zu können. Mit den Worten „Wir sind stolz als Absolventen dieser Schule heute Abend hier oben stehen zu können“, verabschiedeten sich die beiden von ihrer langjährigen SMV-Tätigkeit.
Fünf Preise und 20 Lobe konnte Schulleiter Uwe Lipp an diesem Abend vergeben: Die Loburkunden für einen Notendurchschnitt zwischen 2,0 und 1,6 gingen an Lara Stettin, Elina Haurdic, Celine Erbsland, Eileen Fahrner, Hannes Roßwog, Anna-Marija Fedorina, Mika Zarges, Sandra Metzger, Tim Derings, Lisa Dinkel, Alisha Haßler, Annika Hanselmann, Marco Bühler, Michael Leibbrand, Silas Bengel, Jennifer Enis, Daniel Klemmer, Carina Zwigard und Luise Schwörer. Mit einem Durchschnitt von 1,5 oder besser haben sich fünf Schüler für einen Preis qualifiziert: Julia Sexauer (1,5), Agata Lagut (1,4), Marco Mengoli und Vivienne Mierke (beide 1,2). Den Preis der internationalen Stefan-Zweig-Gesellschaft, eine Reise nach Salzburg, errang als Schulbeste mit einem Gesamtnotendurchschnitt von 1,1 Simone Gray.
Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen verabschiedeten sich von ihren Lehrern mit Dankesworten, Blumensträußen und einer professionell gestalteten Talentshow nach dem gleichnamigen TV-Vorbild bei der die Klassenlehrerteams die Kandidaten waren.

Link zum BZ-Pressetext

http://rs-endingen.em.schule-bw.de/2017/07/18/bz-17-07-2017-erstmals-sozialpreis-fuer-ehenamtliches-engagement/