Der Rechtsstaat und seine Einrichtungen sind ein wichtiger Bestandteil des EWG-Unterrichts der Realschule. Ebenso geht es darum, den Blick für Gerechtigkeit und gesellschaftliche Zusammenhänge zu schärfen.

Einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit der Justizbehörden konnte nun die Klasse 8a der Stefan-Zweig-Realschule gewinnen. Gemeinsam mit Klassenlehrerin Ines Müller sowie Referendar und EWG-Lehrer Dominik Jenne besuchte sie eine Verhandlung des Amtsgerichts Freiburg, bei der es um den Vorwurf des Drogenhandels im großen Maßstab ging. Im Unterricht waren zuvor gesetzliche Grundlagen und Ablauf von Strafprozessen umfangreich thematisiert worden. Vor der Verhandlung beantworteten Vertreterinnen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung Fragen und gaben einen detaillierten Einblick in das Verfahren. Nach der Verkündung des Urteils, das eine mehr als zweijährige Haftstrafe für den Angeklagten bedeutete, beantwortete der verantwortliche Richter noch Fragen der Schülerinnen und Schüler und erläuterte, wie das Urteil zustande gekommen war.

Das Urteil für den Angeklagten sorgte bei den Schülerinnen und Schülern für kontroverse Diskussionen und lieferte Gesprächsstoff für die nächste Unterrichtsstunde. Das Urteil zum Ausflug fiel hingegen einhellig aus: Die Klasse 8a sprach von einer spannenden Erfahrung und wünschte sich, über das anstehende Berufungsverfahren auf dem Laufenden gehalten zu werden.

„Im Namen des Volkes…“ – Besuch beim Amtsgericht Freiburg